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BEGRIFFSDEFINITIONEN

 1.1 Heilfasten (nach Buchinger)

Definition/ Auszüge aus den Leitlinien der Ärztegesellschaft für Heilfasten

Es handelt sich dabei um einen Begriff, den der Arzt Dr. Otto Buchinger (1878–1966) prägte. Damit verbindet er das ärztlich betreute, stationäre multidisziplinäre Fasten (Wilhelmi de Toledo et al., 1994), das die drei Dimensionen des Menschen berücksichtigt (medizinisch, psychosozial, spirituell) und sich sowohl für Prävention und Therapie als auch für das «Fasten für Gesunde» (siehe Kapitel 5) anbietet.

Traditionell wird das Heilfasten durch die Gabe von Gemüsebrühe (1/4 l),

Obst oder Gemüsesäfte (1/4 l) und Honig (30 g)

sowie reichlich Tees und Wasser modifiziert (Buchinger & Lindner, 2000).

Die Gabe von Buttermilch (nach Dr. H. Fahrner) ermöglicht längere Fastenzeiten (siehe Kapitel 4 Methodik). Beim Heilfasten wird neben der körperlichen Dimension (medizinischtherapeutische Wirkungen), eine psychosoziale Dimension (psychische Veränderungen und Gruppendynamik, die entsteht, wenn Menschen zusammen fasten) und eine spirituelle Dimension (natürlicher Zugang zu höheren Bewusstseinszuständen, die in allen grossen Weltreligionen besonders thematisiert werden) angesprochen (Kuhn, 1999). Diese drei Dimensionen, die synergetisch wirken, sollten nicht dissoziiert werden.

Otto Buchinger betonte ferner die Bedeutung der «Diätetik der Seele» im Fasten wie das Lesen, die Musik, die Bildkunstbetrachtung, die Natur, den Humor und die Meditation (Buchinger, 1947).

 

1.2 Fasten für Gesunde

"Der Begriff bezeichnet ein Kurzfasten, das auch durch ausgebildete FastenleiterInnen («NichtärztInnen») betreut werden kann (Lützner 2001). Die ÄGHE empfiehlt, dass eine ÄrztIn mit Fastenerfahrung im Hintergrund zur Aufnahme und Supervision zur Verfügung steht (siehe Kapitel 5 Fasten für Gesunde)."

"Bereits in der 1. Auflage seines Buches «Das Heilfasten» (1935) betont Buchinger die Notwendigkeit des «vorbeugenden Fastens». «Der sogenannte Gesunde soll fasten! Sein jährliches, ehrliches Fasten soll ihn vor Krankheit und Siechtum bewahren!» (Buchinger, 1999, Hervorhebungen im Original)."

"Gesund ist, wer sich wohl fühlt, voll funktionstüchtig ist und keine Medikamente braucht. Er/sie muss seelisch-geistig stabil und entscheidungsfähig sein. Essstörungen und Abhängigkeiten (z. B. Alkohol, Drogen) sind Kontraindikationen."

Der Begriff «Fasten für Gesunde» beschreibt:

  • ein Kurzzeit- Fasten

  • in Eigenverantwortung

  • zur Gesundheitsförderung

  • als Form der Erwachsenenbildung

Ziele eines «Fastens für Gesunde»

  • neue Erfahrungen der körperlichen und seelisch-geistigen Wahrnehmung und der Möglichkeit, diese zu vertiefen

  • Fähigkeit entdecken, ohne Nahrung gut zu leben

  • positives Verzichterlebnis in einer Konsumgesellschaft

  • Fasten als starker Impuls zur Veränderung der Ernährung

  • und des Essverhaltens

  • Erlernen von Selbsthilfemöglichkeiten für den Alltag (z. B. Kurz- Fasten bei leichten Infekten).

Methodik des «Fastens für Gesunde»

Charakteristisch für ein Fasten für Gesunde ist, dass es entweder zu Hause – auch berufsbegleitend – in einer Einrichtung der Erwachsenenbildung durchgeführt werden kann oder in Ferienorten (Hotels, Pensionen, Hütten oder Zelt). Es wird entweder allein durchgeführt oder in einer Gruppe, dann meist unter Führung einer ausgebildeten FastenleiterIn. In jedem Fall wird in eigener Verantwortung gefastet (auch wenn eine ÄrztIn dabei oder in der Nähe ist). Für die erste Fastenerfahrung hat sich die Fastenwoche (8 Tage: 1 Entlastungstag, 5 Fastentage und 2 Aufbautage) unter fachlicher Leitung bewährt, am besten in einer geführten Gruppe.

Die ÄGHE setzt sich dafür ein, dass das «Fasten für Gesunde» durch FastenleiterInnen, die in von der ÄGHE anerkannten Institutionen ausgebildet wurden, stets fachkundig betreut wird.

ExpertInnengruppe zur Erstellung der Leitlinien

Dr. med. Françoise Wilhelmi de Toledo, Überlingen; Dr. med. Andreas Buchinger, Bad Pyrmont Dr. Hilmar Burggrabe, Holzgerlingen; Dr. med. Markus Gaisbauer, Kreuth; Dr. med. Gunther Hölz, Überlingen; Dr. med. Walter Kronsteiner, Überlingen; Dr. med. Christian Kuhn, Überlingen; Dr. med. Eva Lischka, Bad Brückenau; Dr. med. Norbert Lischka, Bad Brückenau; Dr. med. Hellmut Lützner, Überlingen; Dr. med. Wolfgang May, Schwangau; Dr. med. Dieter Melchart, München; Dr. med. Andreas Michalsen, Essen; Dr. Horst Müller, Bad Elster; Dr. rer. nat. Elisabeth Peper, Überlingen; Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Bad Elster; Dr. med. Martha Ritzmann-Widderich, Rottweil; Dr. med. Anne Wessel, Bad Elster; Dr. med. Harry Wichert, Unterlüß; Dr. med. Rainer Stange, Berlin.

Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V.

Wilhelm-Beck-Str. 27

D-88662 Überlingen

Tel. +49 7551 807-825, Fax -827

E-mail: info@aerztegesellschaft-heilfasten.de

www.aerztegesellschaft-heilfasten.de

 

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