Rosige Zeiten
in Küche und Kosmetik
Von Rosige Zeiten
beschert uns der Sommer. Dabei erfreuen uns die Königinnen der Blumen nicht
nur mit betörendem Duft und vielfältigen Formen. In Küche und Kosmetik können
Rosen mit ihrem Aroma und Duft verwöhnen und wirken blutstillend- heilend,
aphrodisierend, beruhigend und antidepressiv. Geschmacklich erinnern sie an
Zitrone, Muskat und schmecken blumig, fruchtig, süßlich.
Im 16. und 17. Jahrhundert
gehörten Blüten zum Küchenalltag. Besonders englische Kochbücher aus dieser
Zeit zeugen von zahlreichen Rezepten mit Blüten. Im 17. Jahrhundert wurden
Salate mit reichlich frischen Blüten bestreut sehr geschätzt. Dies ist wohl auch
die einfachste Art der Verwendung von Blüten. In den Vorratskammern der
herrschaftlichen Küchen waren Flaschen mit Rosenöl, Rosensirup, kandierte oder
in Essig eingelegte Blüten, sowie Zuckerpasten mit Blüten als Grundlagen für
diese Rezepte unverzichtbar. Stets galt es Blüten am warmen Küchenofen zu
trocknen und weiterzuverarbeiten. So entstanden Köstlichkeiten, sowie
Heilmittel, duftende Puder, Seifen, Polituren und Reinigungsmittel für den
Haushalt. Duftendes Rosenwasser ist seit Jahrtausenden im Orient als Zutat in
Küche, Medizin und Kosmetik bekannt. Auch heute noch sind in Griechenland
Rosenlikör, in der Türkei und Marokko Rosenkonfitüre und Rosensirup und in
Tunesien Rosen als Zutat einer Gewürzmischung Namens “Ras El Hanout” sehr
beliebt und bekannt.
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Erfreulicher Weise
finden Blüten auch in Deutschland zunehmend wieder gebührende
Aufmerksamkeit. So sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von
Blütenkochbüchern auf den Markt gekommen und Spitzenküche ordern mittlerweile
Blüten im Großmarkt oder bei speziellen Gärtnereien. Bio- Gewürzmischungen
werden mit Blüten versetzt zu raffinierten Kreationen mit Bezeichnungen, wie
“Gute Laune”, “Energie”, “Flower Power”. Gehen sie doch mal auf
“Entdeckungstour”!
Auch in ihrem Haushalt
können Sie mit wenig Aufwand Rosenblüten verwenden. Rosen für die Verwendung
in der Küche sollten auf keinen Fall mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden.
Keine Sorge es gibt spezielle Gärtnereien die Rosen nach ökologischen
Grundsätzen anbauen. Gartenbesitzer sind hier natürlich im Vorteil, doch auch
auf den Balkon kann vielleicht die eine oder andere “Bio”- Rose einen Platz
finden.
Als alternative für “Nichtrosengärtner” ist die Verwendung von “Damasten
Rosenwasser” möglich, das jedoch seinen Preis hat, denn hierfür ist eine große
Menge Duftrosen der Damasten- Rosen nötig. Einfaches Rosenwasser aus der
Apotheke besteht lediglich aus gereinigtem Wasser mit einigen Tropfen
marokkanischem oder französischem Rosenöl, das die Grundlage vieler Parfüms
bildet, für die Küche jedoch ungeeignet ist. Auf naturidentisches, also
künstliches Rosenöl sollten sie in der Küche verzichten, lediglich das teure,
echte Rosenöl “Attar” ist hierfür geeignet.
Rosensorten für die Küche sind zum Beispiel:
“Madame Hardy” (Damascena Rose- weiss), “Ispahan” (Damascena Rose- rosa),
“Rose de Rescht” (Damascena Rose- pink),“Le Reine Victoria” (Bourbon Rose-
rosa), “New Dawn” (Bourbon Rose- zartrosa) und viele mehr (Seit
mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf
der Erde. )
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