Lein
Heilpflanze des Jahres 2005
Lein eine Pflanze mit vielfachem Nutzen!
Die einjährige zart wirkende Pflanze wird bereits seit Beginn des Ackerbaus
kultiviert. Die Blüte von Lein, auch Flachs genannt, reicht von himmelblau,
weiß, bis hin zu lila und rosa. Grundsätzlich kann zwischen Öl- Leinsorten,
welche kleinwüchsig (bis 0,50 m hoch) und Faser- Leinsorten, die eine Höhe bis
zu 1,50 m erreichen unterschieden werden. Die Ernte erfolgt von August bis
September, wenn sich die Kapselfrüchte braun färben.
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Als Leinenstoff
sind die Fasern der Pflanze als edler Stoff bekannt und beliebt. So wird die
berühmte Brüssler Spitze noch heute aus “Linnen” angefertigt. Vermehrte
Allergien lassen die Nachfrage an Faser- Leinen als Alternative nicht nur für
Textilien, sondern auch zur Herstellung giftfreier Baustoffzusätze,
Formgussteilen, Bremsbelägen und nicht zuletzt zur Papierherstellung wieder
steigen.
Auch der Samen und das wertvolle Öl
von Lein sind nicht zu verachten, wie die Wahl zur Heilpflanze des Jahre 2005
beweist.
Bei der Urpflanze Lein springt die Fruchtkapsel mit dem begehrten Samen auf, so
dass sich der Samen auf dem Boden verstreut. Züchtungen bei Öl- Leinsorten
führten dazu, das die Fruchtkapseln noch geschlossen geerntet werden können, um
später gedroschen zu werden. mehr zu
heimischen
Leinartenvom Nabu
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Leinsamensäcken- ein altes Hausmittel
Hierzu werden Leinsamen aufgekocht und warm in ein Leinentuch gewickelt. Das
Leinsamensäckchen wird wie zu Hildegard v. Bingens Zeiten bei Zahnschmerzen,
Ischias, Rheuma sowie Blasen- und Nierenleiden heiß aufgelegt
Lein- weit mehr als nur ein Lebensmittel:
Abführmittel
Durch das Quellvermögen erreicht eingeweichter Leinsamen ein vergrößertes
Darmvolumen und übt so einen sanften mechanischen Reiz auf die Darmfunktion aus.
So werden also die Darmschleimhäute nicht, wie bei anderen Abführmitteln
gereizt.
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Magenmittel
Eine Schleimzubereitung (wie oben, jedoch mindestens 1/2h eingeweicht) wirkt
reizmildernd und entzündungshemmend mit einer Schutzschicht auf die
Organschleimhäute.
Hautpflege
Fette üben einen großen Einfluss auf das Immunsystem. Besonders
kaltgepresstes Leinöl hat hier viel zu bieten. Reich an Omega- 3 - Fettsäuren
wirkt es entzündungshemmend, was Leinöl auch als Bestandteil von Cremes
interessant macht.
Wechseljahrsbeschwerden
Leinsamen ist eventuell eine effektivere Alternative bei
Wechseljahrsbeschwerden zur pharmakologischen Hormontherapie als bislang
angenommen. Kanadische Studien zeigen: Phytoöstrogene aus Leinsamen greifen
stärker positiv ins Stoffwechselgeschehen ein, als solche aus Soja.
Bauen sie doch öfter mal Leinsamen oder -öl in ihren
Speiseplan ein!
Kaufen sie das kaltgepresste Leinöl in kleinen Flaschen und lagern es
geschützt vor Luft und Licht, da das hochwertige Öl sonst schnell verdirbt.
Versuchen Sie mal Rezepte mit dem Eigengeschmack des Lein.
Im Erzgebirge haben Leinöl, Kartoffeln und Quark oder
“Klitzscher” (Kartoffelpuffer) in Leinöl gebacken Tradition!
Erzgebirgsrezepte finden sie
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