Sanddorn (Hippophae Rhamnoides)
Zitrone des Nordens
Am Ende der letzten Eiszeit (vor ca. 17.000
Jahren)
kam Sanddorn vermutlich über den See- und Landweg aus Zentralasien in unsere
Breiten. Heute wächst er vorwiegen auf kargen, sandigen Böden. So ist er vor
allem in den Dünenregionen Nord- und Osteuropas zu finden.
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Die kleinen Beeren
sehen nicht nur schön aus, sondern haben auf Grund der wertvollen
Inhaltsstoffe den Namen “Zitrone des Nordens” erhalten. So enthält Sanddorn
mindestens 9 mal so viel Vitamin C wie
Zitrone! Alle B- Vitamine, Vitamin A, E und sekundäre Pflanzenstoffe zählen
ebenfalls zu den Trümpfen dieser Wildfrucht. In Deutschland ist Sanddorn
traditionell vor allem als Saft oder Mus bekannt. Als solches stellt die
Wildfrucht Sanddorn eine hochwertige, natürliche
Vitaminquelle für die Wintermonate dar. Sanddorn stärkt so das
Immunsystem, hilft bei Erschöpfungszuständen,
sowie Appetitmangel und steigert die
Leistungsfähigkeit.
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Das wertvolle Sanddorn- Öl
findet sich in europäischen Sorten weniger. Sanddorn der in Asien wächst,
ist heißen Sommern, ebenso wie harten Frösten ausgesetzt. So enthalten die
Beeren viel weniger Wasser, jedoch einen höheren Ölantei, als in unseren
Breiten. Im Tibet wird Sanddorn- Öl nachweislich bereits seit 1.200 Jahren zur
innerlichen und äußerlichen Anwendung für Haut und
Schleimhäute genutzt. Zwei Öle werden aus den Sanddornbeeren
hergestellt und finden innerlich und äußerlich angewandt ihre Verwendung:
Fruchtfleisch- Öl
gewonnen aus Fruchtfleischanteilen durch Kaltpressung, ist ein orange- rot
gefärbtes Öl (enthält viele Carotinoide, Vitamin E und große Mengen essentielle
Fettsäuren). Es soll stoffwechselanregend wirken und bei Sodbrennen, sowie bei
Magen- Darmbeschwerden helfen. Dazu geben
sie mehrmals täglich einige Tropfen in Wasser und trinken dies.. Wenn sie diese
Lösung jedoch zum Gurgeln verwenden, kann es Mandel-
oder Rachenentzündungen lindern.
Sanddorn- Kernöl:
wird aus dem nussähnlichem Samenkern gewonnen und ist nur schwach rötlich,
da es weniger Carotinoide enthält. Dafür besitzt es einen weitaus höheren Anteil
an ungesättigter Fettsäuren wie Linol- und Linolensäure. Das Kernöl wirkt
entzündungshemmend und antibakteriell. Es
eignet sich besonders zur Wundheilung und
kann bei Akne, Allergien und anderen
Hautproblemen helfen. Hierzu wird das Öl auf
den betroffenen Stellen einmassiert.
Selbst in der Schönheitschirurgie hat
Sanddorn- Öl einen Platz gefunden. Sanddorn- Pflegeprodukte werden zur
schnelleren Heilung von OP- Wunden erfolgreich eingesetzt.
Sanddorn- Öl wird derzeit vor allem in Pflegeprodukten von Naturkosmetikfirmen
angeboten.
Schon Dschingis Khan der mongolische Fürst
soll von der Wirkung des Sanddorn- Öls gewusst haben. So hatte er unter
jedem Reitersattel Sanddorn- Öl zur Hilfe für Mensch und Tier dabei. Seine
Pferde bekamen Sanddornbeeren ins Futter für Glanz in Augen und Fell. Daher
rührt wohl auch der griechische Name von Sanddorn „Hippophae Rhamnoides“ (Hippo=
Pferd, phae= Licht).
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