Kürbis
Arzneipflanze und Herbstgemüse
Eine der ersten Nahrungspflanzen
in Amerika soll der Kürbis gewesen sein. Die ältesten Kürbisreste stammen
aus dem heutigen Mexiko und werden auf 10.700 bis 9.200 v. Chr. Datiert. Lange
bevor die Nomadische Indios dieser Region Bohnen und Mais kannten, aßen sie die
eiweiß- und ölreichen Kürbissamen. Vermutlich erreichte Kürbis erst im 16. Jh.
Europa. Im 18. Jh. waren Speisekürbisse vor allem in Frankreich und England
beliebt. In Deutschland war Kürbis noch bis zum Ende des 19. Jh. wenig bekannt.
In Gartenbüchern dieser Zeit wird er lediglich als Zierpflanze vorgestellt.
Als Schweinefutter wurde der Feldkürbis
zum Ende des 19. Jh. in Deutschland als Mischkultur zwischen Rüben, Kartoffeln
oder Kraut angebaut. Zu dieser Zeit gewann in der Steiermark und dem Burgenland
Österreichs der Ölkürbis an Bedeutung. Eine Kürbissorte mit ölhaltigen Samen,
die sich in ihrer verholzten Samenschalen besonders gut zum Pressen eignen. Auf
Feldern leicht zwischen Mais und Kartoffeln anzubauen, nutzte man dort so das
Fruchtfleisch als Viehfutter und die Samen zur Ölpressung. Die Tradition des
Steirischen Kürbiskernöles begann.
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Kürbiskern- Öl
gibt es mittlerweile nicht nur in der Steiermark. Kaltgepresstes
Kürbiskernöl ist leicht an seiner interessanten grünen Farbe zu erkennen.
Warmgepresstes Kürbiskernöl hat eher eine braune Färbung. Der nussige Geschmack
wird besonders in Salaten geschätzt.
In der Volksmedizin
wird Kürbiskernöl, sowie die Kerne selbst bei
Prostataleiden, zur Verjüngung der Blase und Nieren und mit Milch und Honig bei
Bandwürmern eingesetzt. Das dunkelgrüne Öl, reich an ungesättigten
Fettsäuren (ca. 65 % davon Linolsäure) wirkt ausgleichend auf den
Cholesterinspiegel und stärkt das Nerven- und Immunsystem. Das Fruchtfleisch
von Kürbis enthält Kieselsäure, welche sich günstig auf Bindegewebe, Haut und
Nägel auswirkt. 100 g Kürbis enthalten
nur ca. 25 Kcal und wenig Eiweiß, Fett und
Kohlenhydrate, aber etwa 90 % Wasser.
Kürbis ist reich an Calcium, Eisen und Phosphor,
Provitamin A und Vitamin E, sowie Carotin.
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Über 700 Sorten
Kürbis gibt es mittlerweile in Deutschland. So beeindrucken die Früchte im
Herbst auf Wochen- und Bauernmärkten nicht nur durch verschiedene Größen und
raffinierte Formen, sondern auch mit einer Mannigfaltigkeit an Farben und
Geschmack. Alte Sorten, ebenso wie zahlreiche neue Züchtungen.
Generell kann zwischen Sommer-, Winter- und
Zierkürbis unterschieden werden. Sommerkürbisse werden direkt vom Garten in die
Küche zum Verzehr geholt. Winterkürbisse eignen sich besonders zur Lagerung
(kühl und trocken) bis zu 3 Monate.
Zierkürbisse enthalten in der Regel den Bitterstoff
Cucurbitacin. Dieser kann Magenkrämpfe und Übelkeit verursachen, deshalb sind
sie für den Verzehr nicht geeignet. Allerdings habe ich bereits neue, essbare
Zierkürbissorten im Samensortiment entdeckt.
Der Gartenkürbis wurde zur Arzneipflanze 2005
gekürt.
Gehen sie auf Entdeckung ins Reich der Kürbisgemüse.
Hier erhalten sie viele Informationen zu zahlreichen Sorten, Rezepte etc.:

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