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Erkältungszeit istRettichzeit- mehr als ein Gemüse!
Kaum wird es kühler, beginnt für viele die
Erkältungszeit...
Sortenvielfalt Inhaltsstoffe Hildegard von Bingen beschreibt: "Der Rettich ist mehr warm als kalt. Aber nachdem er ausgegraben ist, soll
man ihn unter der Erde an einen feuchten Ort für zwei oder drei Tage ausgegraben
liegen lassen, damit sein Grün gemäßigt werde, auf dass er umso besser zu essen
sei. Und gegessen reinigt er das Gehirn und vermindert die schädlichen Säfte der
Eingeweide. Denn wenn ein starker und fetter Mensch Rettich isst, heilt er ihn
und reinigt ihn innerlich. Den Kranken aber und den am Körper mageren schädigt
er. Wer aber Rettich isst, der esse nachher Galgant, und dies unterdrückt den
Gestank des Atems, und so schadet er dem Menschen nicht."
Verwendung Rettich ist ein gesundes Nahrungsmittel und ein gutes Heilmittel der Natur. Dennoch- Achtung! Bei
Magen-, Darmentzündungen sollten sie auf Rettich verzichten!
Rezepte Rettichsaft/ Rettichsirup mit Honig
Rettichsamen- Gurgellösung
Wie wäre es mit etwas Neuem im Garten Kennen Sie schon Rattenschwanz-Würze, Rattenschwanz-Radieschen, Luft-Radies( siehe Abbildung oben rechts)? So wird wird ein interessantes Gemüse aus der Familie der Kohlgewächse im Volksmund genannt. Rattenschwanz- Radieschen ist eines der vergessenen alten Gemüsesorten, den vor mehr als 200 Jahren ist die Pflanze in Amerika sehr beliebt gewesen und stammt wohl ursprünglich aus Asien. Die botanische Bezeichnung lautet Raphanus caudatus. Ich selbst habe sie schon angebaut und finde die Pflanze sehr anspruchslos, pflegeleicht und attraktiv. An einem sonnigen Ort, bei frostfreiem Wetter (April bis Ende Juli) 1- 2 cm tief ausgesät, bildet der Samen recht bald Pfahlwurzeln. Ca. 8- 10 Wochen später zeigen sich sich zarte Blüten an der bis zu 70 cm hohen Pflanze. Bald verwandeln sich diese "hübschen Blütenschmetterlinge" in reiche Ernte. Die bis zu 12 cm langen Fruchtschoten wachsen oberirdisch und sehen auf den ersten Blick wie Bohnen aus, allerdings wachsen sie zum Ende hin spitz nach oben und ähneln so einem Rattenschwanz. Sie sind roh ebenso schmackhaft (würzig, scharf), wie einige Minuten gedünstet als Beilage oder etwa in einem asiatischen Pfannengericht.
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Rezept- Tipp:
Rettich- Suppe 5 Radieschen 1 Zwiebel 1 1/2 l Gemüsebrühe 4 EL Weizenmehl
3 EL Markenbutter
Butter in einem Suppentopf schmelzen/ nicht braun werden lassen, Zwiebel darin glasig werden lassen. Mehl zufügen und sofort verrühren, gleich mit Gemüsebrühe auffüllen und glatt rühren. Nun fein geraspelten Rettich zufügen und bei schwacher Hitze 5 Minuten dünsten, anschließend pürieren. Zum Schluss als Farbtupfer Radieschen in feine Steifen geschnitten unterheben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit etwas Milch eventuell noch etwas die Schärfe abmildern. Eventuell mit etwas Zitrone verfeinern.
Eine schöne Wintersuppe!
ihre Karla Bunjes
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