40 Tage ohne?
Zwischen Ascher- Mittwoch und Ostern
sind im christlichen Kalender 40 Fastentage
vorgesehen. Da Ostern im Christentum das höchste Fest ist, soll die Fastenzeit
einer körperlichen und geistig Reinigung entsprechen. In vielen Religionen wird
vor großen Festen oder bestimmten Ritualen gefastet, um sich vorzubereiten.
Bereits in einem früherem Tipp habe ich über die Fastenzeit geschrieben
mehr dazu hier
Heute treibt die Fastenzeit wilde Blüten,
wie wir alle den zahlreichen Medienbeiträgen und Angeboten entnehmen können.
Von den im Frühling immer wieder aufkommenden Diäten möchte ich dabei gar nicht
sprechen. 40 Tage ohne Süßigkeiten, ohne Handy, ohne Sex, neuerdings auch ohne
Auto. Sicher es ist nicht schlecht, mal von allem weniger zu brauchen.
Doch brauchen wir wirklich Jemanden, der uns das anbietet und uns täglich per
Mail oder SMS motiviert? Ändert diese "Fasten-" Zeit unsere Gewohnheiten für den
Rest des Jahres oder
kommt sie eher einem modernen Ablasshandel gleich?
Fasten sollte eine Zeit des Bewusstseins, der
inneren Einkehr, sowie innerem Wachstum sein.
Buchinger- Fasten, um den Rest des Jahres der
Völlerei zu frönen, führt mit Sicherheit zum gefürchteten Jo Jo Effekt, wie es
gerade jetzt wieder viele "Fastengegner" als negative Folge des Fastens
beschreiben.
Hier haben Diäten, 40 Tage ohne und Fastenkuren
etwas gemeinsam.
Eine bestimmte Zeit bewusst Verzicht üben und dabei
die Chancen für einen gesunden Neuanfang finden, wird zum Erfolg führen, wenn
wir es ganz bewusst tun und uns die Zeit dafür nehmen.
Wichtig ist dabei, dem eigenen Körper nicht zu schaden!
ACHTUNG NEBENWIRKUNGEN!!!
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Nicht Jeder sollte ohne Weiteres zu Hause fasten,
auch wenn Fasten ein altes Naturheilverfahren ist, so sollte man doch einige
Kontraindikationen ernst nehmen. Fasten ist eben mehr als "nur " eine Diät, es
hat weitreichende Folgen auf den Stoffwechsel. In bestimmten Fällen ist es
angebracht unter ärztlicher Aufsicht in einer Klinik zu fasten.
mehr Informationen hierzu
-
Wenn sie diese Hinweise beachten, spricht nichts
gegen eine Fastenzeit.
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Warum und wann überhaupt fasten?
In unserer immer schneller werdenden Gesellschaft ist eine Auszeit ganz
wohltuend! Fasten bietet eine Auszeit auf allen Ebenen. Eben für Körper, Geist
und Seele, wie es immer so schön heißt. Da Fasten nicht nur Verzicht auf feste
Nahrung, sondern auch auf Fernsehen, Stress und Hektik bedeutet, ist die
Entlastung sehr umfassend. Nicht umsonst ist Fasten im Kloster geradezu "hipp".
Dabei ist für die Meisten nicht der geistliche Beistand ausschlaggebend, sondern
die Ruhe und Abgeschiedenheit für die ein Kloster steht. Letztlich kann sich
jeder selbst und überall Ruhe schaffen, wie Menschen bestätigen können, welche
Autogenes Training, Chi Gong, Yoga oder andere Arten der Meditation betreiben.
Versuchen sie einmal eine Auszeit von ihrem Umfeld,
ihren Gewohnheiten zu nehmen, um sich selbst wieder neu zu entdecken, indem sie
Fasten. Erst dann werden sie wissen, warum fasten auch in unserer Zeit und auch
ohne religiösen Hintergrund Sinn macht. Zweifellos fällt das Fasten in
Abgeschiedener Umgebung leichter, als im alltäglichen Familien- und
Arbeitsleben. Ich persönlich empfinde Ruhe und Natur als wichtige Begleiter in
der Fastenzeit.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Fasten?
mehr Informationen hierzu
Vielleicht nutzen Sie die bekannten 40 Tage einfach
nur, um in diese Tage bewusst konsequent fleischlos, genussmittelfrei und aktiv
zu verbringen und so beschwingt in den Frühling zu gehen. Das Osterfest wird für
sie dann ein ganz besonderes Erlebnis sein.
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